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| cd digipack, 2014, ccr901 |
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vinzenz schwab - dings #1 2 walked by 04 : 25 for a stop-motion short film by barbara wilding for chaim jackler 3 variations from piano 10 : 49 piano by gloria damijan 4 resizewizard 02 : 50 sounds by fm einheit 5 quartett für gruben & sträucher 08 : 08 synthesizers by dieter feichtner 6 expand.pique 07 : 21 cello by michael moser, athens recordings by edward chapon time 47 : 41 |
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| dings #1 ist der
beginn meiner werkausgabe auf dem österreichischen label canto
crudo. neben improvisierter live-elektronik ist die
komposition von computermusik meine musikalische
hauptbeschäftigung. ausgehend von meist selbst aufgenommenem
tonmaterial sind die stücke mit den programmen vasp und amp
entstanden. die scriptsprache dieser programme ermöglicht ein
schnelles und „einfaches“ arbeiten mit einer großen zahl an
klängen, routinen und parametern. die stücke 'musik ist ein dickes waldtier', 'variations from piano' und 'quartett für gruben & sträucher' sind ursprünglich für 4 bis 8 lautsprecher konzipiert. dabei ist jeder lautsprecher als eigenständiges instrument im raum zu verstehen wodurch die mehrstimmigkeit und die verwandlungen der klangcharakteristik der einzelnen stimmen verständlicher wird. auf dem album liegen die drei stücke in einer eigens angefertigten stereoversion vor. für dings #1 wurden u.a. aufnahmen von gloria damian (piano), fm einheit (objekte), michael moser (cello), field recordings von protesten in athen und die aufnahme einer improvisation des bereits verstorbenen synthesizervirtuosen dieter feichtner, dekonstruiert, transformiert und in konkrete und abstrakte 'dinge' mit alltäglichen, außergewöhnlichen, persönlichen und fiktiven zügen eingearbeitet. musik ist ein dickes waldtier ist ein sechsstimmiges stück, das mittels der routine cave mit 6 lautsprechern im raum verteilt wurde und teilweise die 25-tönige lucy-harrison skala benutzt. die klänge und geräusche wurden in burgund und im waldvieltel aufgenommen. vordergründig bildet die komposition den abschluss einer phase des suchens, sammelns und zusammentragens von ideen und materialien "wie ein wildes schwein, hintergründig sind die langgestreckten lautlichen bedeutungshügel ein vernünftiges anpassen an eine doch mehr als weniger ausgesuchte alleinigkeit". walked by ist musik für den stop-motion kurzfilm 'i paint for therapy' von barbara wilding über den maler chaim jackler und orientiert sich stark an dessen struktur. in dem teilweise schnell geschnittenen film wird man von einem hund durch tel aviv geführt. teilweise wilde ausbrüche des tieres werden unterbrochen durch animationen aus sand und dem grabstein des malers. variations from piano beginnt mit dem zerstören eines pianos auf einem klavierfriedhof. nach dem skizzieren einer groben struktur spielte gloria damijan auf einem teilweise präparierten piano einige improvisationen ein. diese waren material für weitere transformationen, die, getrennt durch einen unveränderten piano part, das stück durchziehen. mittels dekonstruktion und variation versuchte ich dem charakter des instrumentes unterschiedliche seiten abzugewinnen. verwendet wurden ausschließlich piano-, werkzeug- und feuer-aufnahmen. resizewizard ist eine frühe skizze die einerseits von fm einheit eingespielte küchenmusik verarbeitet und andererseits permutationen von zahlenreihen testet. die selben methoden flossen später in die stücke 'musik ist ein dickes waldtier' und 'quartett für gruben und sträucher' ein. quartett für gruben und sträucherals günther rabl (der das archiv von dieter feichtner betreut) mehreren befreundeten komponistinnen unveröffentlichtes material von dieter zur verfügung stellte um daraus neue stücke zu machen, suchte ich mir eine improvisation aus mit der dieses vierstimmige stück beginnt und endet. das gerüst bilden geräusche einer sickergrube die von beiden seiten aufgenommen wurden und aufnahmen vom schneiden verwucherter büsche. dazwischen spannen eine vielzahl an ton-fragmenten aus meinem archiv einen bogen zwischen den synthesizeraufnahmen. expand.piqueim sommer 2014 überließ mir der kameramann edward chapon aufnahmen die er bei protesten in athen gemacht hatte. ich vermischte diese mit stadtaufnahmen aus buenos aires. für eine zweite stimme bat ich den cellisten michael moser ein langes glissando einzuspielen, das um eine oktave hinunter transponiert immer wieder zwischen den field recordings und transformationen des cellos auftaucht. zum ende hin spitzt sich das stück zu und reißt ab. der name bezieht sich auf eine vasp-routine die den bufferinhalt (sound) ausdünnt. sie lässt nur die samples stehen, deren position ein vielfaches einer gewählen zahl ist, alle anderen werden stumm geschaltet. |